Zmöln

Der Name Zmöln leitet sich vom Slawischen smolina her, das soviel wie Pechgegend bedeutet. Er weist auf den einst wichtigen Rohstoff und dessen Verarbeitung (Pechbennen etc.) hin. Die Gegend wurde 1286 erstmals mit einer Schafschwaige (Viehhof) in einer Urkunde genannt. Als Zins hatte ihr Besitzer jährlich 300 Käse an das Kloster Millstatt abzuliefern. Aus der einstigen Schafschwaige wurde das heutige Gasthaus Lug ins Land, das als Hofstelle eine mehr als 700-jährige Tradition zurückblickt. Auch andere Huben in der Umgebung stammen nachweislich aus dieser Zeit, wie der „Untere Zmölnig“ (Berghof) und zwei Bauerngüter im benachbarten Ort Winkl.

Der heutige Gasthof Lug ins Land war einst eine Schafschwaige
Bergschneiderkeusche

Neben den Vollerwerbshöfen (Huben) entstanden am Beginn der Neuzeit (ab 1500) zunehmend kleine Hofstellen mit wenig Grundbesitz, die man als Keuschen bezeichnet. Deren Inhaber betrieben als Nebenerwerb ein Handwerk, das sich häufig in der Namengebung der Hofstelle wiederfindet. Im nahe gelegenen und früher fast durchwegs aus Keuschlern bestehenden Ort Aichforst zeugen die Bezeichnungen Drachsler, Sattler, Kohler, Schuster, Schneider, Tischler, Metzger oder Jäger von dieser Gewerbestruktur.

 Auch Flurnamen können auf Handwerk und Gewerbe zurückgehen, wie zum Beispiel die am Bergrücken gelegene „Kohlstatt“. Die Köhlerei wurde in der waldreichen Zmöln über lange Zeit betrieben.

...seit dem 50. Geburtstag des Gasthofinhabers (Albert, vulgo Lupo) wird die Oberzmöln übrigens wieder zweisprachig benannt und heißt nun auch Lupowitz...